5 Gründe, die freie Natur in Serbien zu erkunden

In den Seen und Bächen wimmelt es von Bachforellen, Hechten, Welsen und Karpfen. Seltene Kräuter und Pilze wachsen in dieser Region und machen die Pflanzenbestimmung zu einer tollen Möglichkeit, den Nachmittag zu verbringen. Neben den Naturwundern sind es vor allem die freundlichen Gastgeber, die Besucher aus aller Welt willkommen heißen, die diesen Ort zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Folklore und Bräuche sind hier sehr lebendig und bieten einen ganz besonderen Einblick in die Kultur Serbiens. Außerdem ist das Essen köstlich.
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Whitney James

Adventure Seeker

Serbien ist die Heimat atemberaubender Naturlandschaften, reicher Kultur und enormer Geschichte. Vielleicht kennst du bereits einige der bekannteren Merkmale Serbiens wie das Nikola-Tesla-Museum oder die Tatsache, dass es der Geburtsort von insgesamt 18 römischen Kaisern ist. Vielleicht hast du auch schon die berühmte serbische Küche probiert, darunter das köstliche Fladenbrot und das Sauerkraut. Aber wusstest du auch, dass Serbien ein Weltklasse-Reiseziel für Outdoor-Freizeitaktivitäten ist? Finde mit diesen fünf Gründen heraus, warum du Serbien erkunden solltest.

Dieser Text wurde in Zusammenarbeit mit Explore Serbia erstellt. Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung von Explore Serbia.

1. Djerdap National Park

Der Djerdap National Park, auch „Eisernes Tor“ genannt, ist das größte geologische Gebilde seiner Art in Europa. Diese atemberaubende Schlucht liegt in den Karpaten an der Grenze zu Serbien und hat eine bewegte Vergangenheit. Hier bahnten sich römische Soldaten einen Weg durch das Gelände, was für das Römische Reich von großer strategischer und wirtschaftlicher Bedeutung war. Heute ist der Djerdap Nationalpark ein Spielplatz für Besucher aus der ganzen Welt, die sich innerhalb der Eisernen Tore erholen wollen.

Wandern, Radfahren und Kajakfahren sind allesamt Fünf-Sterne-Optionen innerhalb der 96 km langen Schlucht. Wanderer und Radfahrer werden es genießen, an einer endemischen Flora und Fauna vorbeizureisen, die sich seit Millionen von Jahren nicht verändert hat. Viele der hier vorkommenden Pflanzen (darunter die wunderschöne Djerdap-Tulpe) haben sogar die Eiszeit überlebt! Eifrige Kajakfahrer entdecken vielleicht Fischotter oder den gelegentlich auftretenden springenden Stör.

Nach deinen aktiven Unternehmungen solltest du unbedingt eine historische Tour zu einigen der Highlights des Parks unternehmen, darunter die archäologische Stätte Lepenski Vir (aus dem Jahr 6700 v. Chr.). Darüber hinaus ist die Festung Golubac ein idealer Ort, um mehr über die jüngere Geschichte der Region zu erfahren. Außerdem ist sie als eines der fotogensten mittelalterlichen Bauwerke Europas bekannt. Vergiss anschließend nicht, im Kapetan Mišin Breg einzukehren, um einheimische Gerichte zu probieren. Der ungehinderte Blick auf das Eiserne Tor unter der Stadt ist perfekt für ein Picknick.

 

2. Tara Nationalpark

Aussichtspunkt im Tara-Nationalpark

Dieser atemberaubende, bewaldete Nationalpark liegt in den Dinarischen Alpen. Mit zwei Besucherzentren (Kaluderske Bare und Mitrovac) und ganzjährigem Zugang ist es leicht zu verstehen, warum der Tara Nationalpark ein beliebtes Ziel für Serben und internationale Reisende ist.

Fast 80 Prozent von Tara sind mit Fichten, Tannen und Buchen bedeckt, was den Eindruck erweckt, man befinde sich im pazifischen Nordwesten der Vereinigten Staaten. Doch ein Blick auf den Drina Canyon belehrt dich eines Besseren – du befindest dich in einer Region, die sich von allen anderen unterscheidet! Dieses Kalksteinmonument ist der dritttiefste Canyon der Welt und beherbergt viele seltene Arten wie die Schwarzbuche und die Schwarzkiefer. Am Rande der Schlucht macht die felsige Oberfläche Platz für Regen- und Buchenwälder. Braunbären und Gämse, ein charismatisches, in Europa beheimatetes Ziegenantilopen-Tier, werden im Tara Nationalpark häufig gesichtet.

Verbringe deine Zeit mit Wandern auf einem der 290 km langen Wanderwege oder mit Radfahren auf den fast 80 km langen Radwegen. Für diejenigen, die es vorziehen, die Stadt auf dem Wasser zu erkunden, ist eine ganztägige Kreuzfahrt eine fantastische Option, um die Sehenswürdigkeiten zu besichtigen und die Stadt Visegrad (kurz hinter der Grenze in Bosnien und Herzegowina) zu erkunden. Geschichtsinteressierte werden sich an der Mehmet-pasha Sokolovic Brücke erfreuen, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und aus dem 15. Jahrhundert ist. Diejenigen, die eine Dosis Adrenalin suchen, können an einem geführten Canyoning-Erlebnis tief in der Spalte der Schlucht teilnehmen. Es wäre sicherlich schwierig, alles im Tara Nationalpark in einem einzigen Besuch zu sehen und zu erleben, aber wir würden es dir nicht verübeln, wenn du es versuchst.

3. Fruška Gora Nationalpark

Einst eine Insel im Pannonischen Meer, ist der Fruška Gora Nationalpark heute ein üppiges Ziel für Geschichtsliebhaber: Über 16 Klöster durchziehen hier die Landschaft. Zusammen mit den zahlreichen Weingütern, die heute in der Region Wein produzieren, ist Fruška Gora ein absolutes Muss!

Der Fruška Gora Nationalpark mit einer Länge von ca. 74 km wurde 1960 als erster Nationalpark in Serbien ausgewiesen. Dieses kleine Gebiet ist vollgepackt mit lebendigen Ökosystemen: Es gibt hier blühende Eichen-, Hainbuchen-, Buchen- und Linde-Wälder. Angeln in einem der zahlreichen Seen ist ein beliebter Zeitvertreib, während Wanderer mit Blicken auf seltene einheimische Orchideen belohnt werden. Halte die Augen nach dem Kaiseradler offen – eine der am stärksten gefährdeten Arten der Welt.

Wir empfehlen dir, deinen Besuch im Park auf eines der vielen Festivals zu legen, die im Herbst stattfinden, z. B. das Weinfestival in Karlovac oder das Exit, eines der beliebtesten Musikfestivals in Europa. Schließlich ist die Kombination von Outdoor-Erlebnissen und lokaler Kultur eine fantastische Möglichkeit, ein neues Land wirklich kennenzulernen!

Kopaonik Nationalpark

Skifahrer auf dem Gipfel des Kopaonik-Nationalparks in Serbien

Der Kopaonik Nationalpark ist als größtes Skizentrum Serbiens bekannt und ein wahres Wunderland für Wintersportler. Sowohl alpine als auch nordische Skifahrer und Snowboarder werden sich über das große Angebot an Pisten freuen. Im Sommer ist Kopaonik ein hervorragender Ort, um viele der einheimischen Arten Serbiens kennen zu lernen.

Der als „Sonnenberg“ bekannte Kopaonik Nationalpark liegt auf einem Teil des Kopaonik Gebirges, dem größten Gebirgszug in Serbien. Diese Region war schon den Römern und früheren Zivilisationen bekannt, die von den Silbervorkommen in der Landschaft angezogen wurden. Heute erfreuen sich die Reisenden an einer anderen Art von kostbarem Gut – den 200 Sonnentagen, die die Pisten zieren. Skifahrer, die ihren Urlaub gerne abwechslungsreich gestalten, werden das Mausoleum von Josif Pančić, einem serbischen Naturforscher, und die archäologische Stätte Nebeske Stolice, eine ehemalige christliche Basilika, gerne besuchen. In der Gegend gibt es eine Reihe weiterer historischer Denkmäler, die bis ins zwölfte Jahrhundert zurückreichen.

Im Sommer können die Besucher an einer Wander- oder Radtour teilnehmen oder sogar einen Ausritt machen. Für Abenteuerlustige gibt es Paragliding und River Rafting! Nach deinen aktiven Unternehmungen im Kopaonik Nationalpark (zu jeder Jahreszeit) kannst du deine müden Muskeln in einem der vielen Thermalbäder der Region entspannen, die von den örtlichen Thermalquellen beheizt werden.

5. Naturschutzgebiet Stara Planina

Wanderer mit Blick auf einen Wasserfall im Stara Planina Naturreservat

In Stara PlaninaStara Planina kann man nicht nur Ski fahren, sondern es ist auch einer der besten Sommerorte Serbiens zum Wandern. Dieses riesige Naturschutzgebiet ist im Wesentlichen das Balkangebirge, ein 547 km langer Gebirgszug, der Serbien mit Bulgarien verbindet – von der Stadt Zajecar bis zum Schwarzen Meer. Mit seinen malerischen Dörfern, Bergweiden und Wäldern ist dies vielleicht der idyllischste der fünf serbischen Nationalparks. Überraschenderweise befindet sich hier auch der höchste Berg Serbiens – der Midžor – mit einer Höhe von 2133 m über dem Meeresspiegel. Fotografen und Bergsteiger sollten sich den Gipfel des Berges, den Babin Zub, nicht entgehen lassen. Er zeichnet sich durch eine markante Klippe aus, von der manche sagen, sie sehe aus wie ein alter Zahn (daher der Name, der „Zahn der alten Dame“ bedeutet).

Weiter unten am Rande der Berge wimmelt es in den Seen und Bächen von Bachforellen, Hechten, Welsen und Karpfen. Wanderer sollten aufpassen, denn in dieser Region wachsen seltene Kräuter und Pilze, so dass die Pflanzenbestimmung eine gute Möglichkeit ist, den Nachmittag zu verbringen. Neben den Naturwundern sind es vor allem die freundlichen Gastgeber, die Besucher aus aller Welt willkommen heißen, die diesen Ort zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Folklore und Bräuche sind hier sehr lebendig und bieten einen ganz besonderen Einblick in die Kultur Serbiens. Außerdem ist das Essen köstlich. Probiere die Aromen des Landes mit lokalen Spezialitäten wie staroplaninsko jagnje (Lamm) mit lokalem Käse, senokoški. Hausgemachter Rakija (Schnaps) wird dein serbisches Abenteuer perfekt abrunden!

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